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Rundgang im Museum Europa



Entwurf 15.09.96. Vorsicht - Gedankengeroell.
PM-Weiterleitung an Dritte bitte achtsam ;-)
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Innovative Waerter im Museum Europa bei CERN 
erfanden beim Quarkruehren so nebenbei das WWW.

Weltweites Wunschklicken war die Folge. Aber bei
WWW denkt niemand an Europas Innovationsfaehigkeit.
Die Museumsleitung sorgt dafuer.

Dank WWW war Erschliessung von Information auch 
*den* DAUs moeglich, fuer die Btx zu kompliziert ist.

Die Interessen der Museumsaufsicht in Karlsruhe
kollidieren mit denen von $ & Co KG, die jedem 
das Kainsmal der elektronischen Boerse auf die
Bitstirn druecken wollen, indem sie das Recht
auf "freien Empfang" ersetzen durch "freies 
Senden" und bei Freiheit Geld statt Geist meinen.

Der mahnende Zeigefinger ICTF redet mit den Bitsaal-
waertern, weil er meint, $ zu vertreten bzw. sogar, 
das gute Geldgewissen der deutschen NetIon zu sein. 

Erinnert mich stark an die Nebenbeschaeftigung von RAs,
Wettbewerbsvereine zu gruenden, die zu Zeiten des FAG 
gegen Haendler klagten, wenn die in Modem-Anzeigen 
verharmlosten "Modemstecker reinstecken ist verboten" 
statt "ist strafbar" (Parken verboten, Postraub strafbar).

Dazwischen haengen die Menschen und die deutschen Vereine*.

(*Vereinigungsfreiheit: wichtiges demokratisches Grundrecht;
damit hat Guenter Leue mit GEONET 1984 das Mailboxmonopol der 
Post umschifft. Der "Verein zur Foerderung der TK", zu dessen
Gruendungsversammlung auch CCCler geladen waren, nutzte zu
vereinsinternen Zwecken eMail. Denn das Grundrecht auf 
Vereinigungsfreiheit war mehr wert als FAG & Co - und das 
bereits *vor* der Privatisierung. Siehe auch Neues Forum/DDR.)

Bei Btx haben/hatten "natuerliche" Personen das Recht auf 
Anschluss (Kontrahierungszwang). Wer die ++350 DM/Monat zahlt 
fuer die Btx-Sendelizenz (+++; CCC ca. 1000 DM/Monat), darf 
Bits lagern und senden; Btx-Teilnehmer duerfen nur empfangen.

"Natuerlich" waren Btx-Aufsichtsbehoerden nur "Teilnehmer"
und CCC als "Anbieter" wusste Bescheid ueber zB Statistik-
Abfragen auf unseren Seiten. Wir wussten, dass wir die
Aufsichtsbehoerden von der Betrachtung unserer Seiten ebenso
ausschliessen konnten wie Leute, die den CCC-Beitrag nicht
bezahlt hatten oder sonstwen. Von derartiger Feinzensur
koennen die Waerter im IP-Teilchenzoo nur traeumen...

Wir beschwerten uns, dass in den Raeumen einer Berliner
Bank ein "privatoeffentliches" Btx-Geraet stand, auf dem
die Btx-Seiten des CCC *nicht* abrufbar waren. Wir erfuhren,
dass es der Bank *freisteht*, zu entscheiden, *was* sie
ihren Kunden (kostenfrei) bietet und was nicht, das sei
der Unterschied zwischen "Oeff" und "PrivOeff".

(Achtung - Unterschied zwischen "Service" durch Reklame-
Glotzophon und "Service" kostenpflichtiger Bit-Cargo.)

Heute bekommt "jeder" eine Mini-Sendeberechtigung: eine
eigene Heimatseite (Postslang: Leitseite).
Der Wettbewerb fordert das von Btx.

Wettbewerb kennt die Post noch nicht lange. Beim Kabel-TV
kassiert sie an beiden Enden: Content einspeisen kostet,
Content saugen kostet. CNN kassiert in anderen Laendern
pro Kabelkunde ein bisschen fuer den gelieferten Content.
Bei Kabel und Btx kassiert die DTAG auch an beiden Enden 
und ueberlaesst die Kontrolle dem Staat; sie sperrt genau
die Seiten, wo es die BPS verlangt bzw. die Programme, wo
es die LMA verlangt (zB wenn in Bayern Hessen3 aus dem
Kabel fliegt, weil es "maechtigere" Programme gibt o..).

Bei Printmedien ist Geld die Kontroll-Rollenverteilung.
So wird bei einer Zeitschrift mal eben fuenfstellig 
abkassiert, wenn die Markwort falsch zitiert 
(Ficken, Ficken, Ficken und nicht an die Leser denken).

Der Fall CI$ zeigt den "ueblichen" Wettbewerb im Netz:
Senden ist (wirtschaftlich) frei, der Empfang kostet.
Sauger zahlen, Provider bekommen eine Anbindung fuer 
ihre Deuts (Deut als Maaaasseinheit contra Bit).

Leider habe ich noch keinen Vertrag vorliegen, der (so
wurde mir muendlich auf der Zaehbit erklaert) beinhaltet:
CI$ liefert Standleitung ins Haus, wenn Contentprovider
monatlich mind. 2000 Stunden Abruf durch CI$-Kunden erzeugt.
Eine Anlaufzeit wird eingeraeumt.

Man schaue sich die Impressummen der verschiedenen
Zeitschriften unter diesem Gesichtspunkt durch.

Unklar ist mir, ob Angela Marquard als natuerliche oder
als juristische Person CI$-Kunde ist (Unterschied).

Moegliche Folgen der Sperrung der WWW-Seiten von Angela 
Marquard bei CI$:

1. CI$-Boykott.
Schlechter Ansatz IMHO. Begruendung:
International bleiben zumindest die ShareWare-Autoren bei CI$.
Ich finde es *laestig*, keinen CI$-Account zu haben zwecks
Registrierung von ShareWare (viele Autoren sind *dort*
vertreten und *das*ist*ein*Punkt*CI$-Marktmacht).
Ich wuensche mir eine *zuverlaessige* deutsche Alternative!
Vorher *keinesfalls* Boykott-Aufrufe!
Uebrigens haben sogar hoehere TELEKOM-Leute CI$-Account;
wegen LOTUS-NOTES...

2. Vertrag der PDS mit CI$ auf der Ebene "Content-Provider
PDS" - die 2000 Stunden Umsatz sind locker zu erzielen...
Ob da CI$ widerstehen kann ;-)))
Immerhin ist CI$ tendenziell ein nichtdeutscher Laden. Remember:
als nach Beginn der Naziherrschaft eine Druckmaschine der KPD 
in Stuttgart beschlagnahmt wurde, gab das diplomatische
Verwicklungen, weil die Maschine Schweizer Eigentum war ;-)

3. Suche eines nicht an die eco angeschlossenen Providers.
 
AOL wohl eher nicht.
Der Anregung irgendwo im Thread, es gaebe wichtigeres als
den Zensurkram: Kriterien ueber Verfuegbarkeit, Bandbreite
etc. und *das* solle die ICTF leisten, ist nett, aber
*daneben*. Vergleich: dpa wird *keinen* Vergleich der
Qualitaet der von ihr belieferten Zeitungen schreiben
und ICTF keine Untersuchung ueber Providerqualitaet machen.

Nachdem ein u.a. ueber AOL kritisch schreibender Journalist 
bei AOL in den USA seinen Account bekuendigt bekam, teilte
ihm AOL mit, er habe keinen Rechtsanspruch darauf, die
Gruende der Kuendigung zu erfahren. Quelle: bishop@ccc.de
Bertelsmann-Medien schweigen dazu.

metronet: Manchmal kriege ich Verbindungen, wo tatsaechlich
RADIKAL-Bits fliessen. Selten. Wenns sein muss, nehme 
ich T-Online, Durchsatz bei <=600 Z/s, Kosten +++5 Pf/m.

Hier ist "Hessisch-Sibirien", ein weisser Fleck auf der
Landkarte. Marburg ist noch Ortstarif, das wars dann.
Was nach dem 1.1.98 passiert, ahne ich jetzt: hier nichts.
Hoechstens der Nahtarif faellt weg (gibt es ein Recht
auf Nahtarif? Glaube kaum!).
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Wenn die POSTBANK dem e.V. Scientology die Konten kuendigt
wg. Vertragsfreiheit wie bei der Deutschen Bank, dann
koennte die TELEKOM analog dem CCC bei Btx kuendigen.

Ob Angela Marquard als Privatperson oder als Institution
bei CI$ teilnimmt, ist hier ein Unterschied. *Allerdings*
bin ich eher *fuer* das Recht auf ein Konto, wenn es sich
um einen e.V. handelt (Grundrechtsfrage; s.o.; ggf. hat 
Scientology dann das *Recht* auf ein Konto bei der 
Deutschen Bundesbank; der CCC hat dieses Problem vor zehn
Jahren so gut uns moeglich durchrecherchiert. Aber es war
andersherum: wir waren eigentlich interessiert, 
"Deutsche Bundesbank" auf unserem Briefpapier zu haben 
und "nur dann, wenn sonst nirgends" haetten wir es
bekommen - wie weist man das nach :-(

Ich weiss nicht, ob Angela MdB ist. Wenn JA, sollte sie 
sich bemuehen, fuer ihre WWW-Seiten in anderen Laendern
bei anderen Abgeordneten "politisches Asyl" zu bekommen.
Das bringt Werbung fuer sie, fuer das andere Land, fuer 
des Asylgeber dort und ueberhaupt ;-)

Allerdings sollte Angela IMHO darauf achten, dass keine 
Bitverfaelschungen wie bei ihren bei www.anwalt.de 
(???) gespiegelten Seiten vorkommen (weglassen des
RADIKAL-Links).

Lutz: wo liegt der mirror mit sastres "blinden Fleck"???
Bitte Ablauf der mirrorisierung bei sastre dokumentieren.
Eingerichtet spaetestens am/um mit folgender Verfaelschung 
im Vergleich zum Original: - Geschichte, bitte als PM an mich.
Absehbarer Fortgang:
Verfaelschung beendet am/um durch Putzen des Blinden Flecks 
oder Unterlassen der mirrorisierung.

Grumpf.
PE soll all das auch noch enthalten und das in
1024 Zeichen oder so.

Felipes/SpiegelOnLine-Schreiben hat mich beunruhigt.
Als Steffen nach Paris fuhr, eingeladen zu einer
Podiumsdebatte mit franzoesischen Wirtschaftsleuten
und auch Teilnehmern des frz Innenministeriums, hatte
ich gerade einen dringenden Programmierjob und die
Wochen im frz Knast haben mich verfehlt; sonst waeren
wir beide drin gewesen.
Erstaunt erfuhr ich damals, dass deutsche Behoerden 
trotz EU kein Recht hatten, von Paris zu erfahren, 
ob Steffen in Paris im Knast hockt oder nicht. 
Nur weil er seine Reise so geplant hatte, dass sein 
Nichteintreffen sofort Alarm ausloeste, konnten wir
noch am gleichen Nachmittag in Heidelberg das erste
Radiointerview durchziehen uswusf. Und trotzdem hat
es gedauert, bis er wieder rauskam.
Vergleichbares wuensche ich felipe nicht. 
Es ist verrueckt: die Mauer ist weg 
und nun existiert das umgekehrte Problem...

Anhang:

*** gesucht: Ulmitatum. Suchmaschine: GROSSER HERDER, 1956.
*** gefunden: ... Drohforderung; in der Diplomatie letzte
*** Bedingung, deren Nichterfuellung Abbruch der Verhandlungen
*** u. evtl Krieg bedeutet.

Michael hat gar keine Verhandlungen begonnen, sondern nur ein
Ultimatum gestellt. Schlechter Stil.

Beim Suchen im Herder gestolpert ueber "Ultra-Posse".

Tschau, wau

--- "Ultra posse nemo obligatur" 
--- (Altroem. Rechtsgrundsatz; frei uebersetzt "DoBestMode")